AUGENWISCHEREI BEI NEUEN BEIHILFE-SÄTZEN?

Tritt eine geplante Änderung der Bundesbeihilfeverordnung in Kraft, liegt die Beihilfe für Krankengymnastik teilweise unter dem Minutenpreis der gesetzlichen Krankenkassen. Schuld ist ein 30 Minuten Richtwert.

In den letzten Tagen kursierte eine vermeintlich erfreuliche Meldung im Netz: Die beihilfefähigen Höchstbeträge sollen deutlich steigen. Eine Kommission für das Beihilferecht habe dem Bund und den Ländern Vorschläge zur Überarbeitung der Leistungsbeschreibung der Leistungspositionen und Anpassung der beihilfefähigen Höchstbeträge unterbreitet. Der Bund habe die Vorschläge übernommen und in einen Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern überführt. Aktuell befände sich der Referentenentwurf in der Anhörung. Auf Nachfrage beim Bundesinnenministerium können wir die Nachricht über eine Änderung der Bundesbeihilfeverordnung bestätigen. Ein Inkrafttreten der achten Änderung zur Bundesbeihilfeverordnung (ÄVO) sei in der ersten Jahreshälfte 2018 geplant, gab Pressesprecher Dr. Harald Neymanns der Redaktion der THERAPIE UND PRAXIS Auskunft.

Konkret sieht der Referentenentwurf eine Erhöhung der beihilfefähigen Höchstbeträge in zwei Stufen vor. Zudem wurden in dem Leistungskatalog zwei neue Positionen aufgenommen. Zum einen die Position „Physiotherapeutische Komplexbehandlung“ in der Palliativversorgung mit einem Richtwert von 60 Minuten und einer Erstattung von 60 Euro. Zum anderen die Position „Physiotherapeutische Erstbefundung“ zur Erstellung eines Behandlungsplans. Was sich zunächst nach einer Verbesserung anhört, relativiert sich mit Kenntnis der Vergütungsaufwendungen. Der Richtwert für den Befund beträgt 20 Minuten und wird in der ersten Stufe mit 15 Euro und in der zweiten Stufe mit 16,50 Euro erstattet. Eine angemessene Leistungsvergütung sieht anders aus.

Auch die Position Krankengymnastik hat ihre Tücken. Zwar erhöht sie sich auf 23,40 Euro und in der zweiten Stufe auf 25,70 Euro, doch liegt der Richtwert bei 30 Minuten. Damit wurde der Minutenpreis teilweise unter den Preisen der gesetzlichen Krankenkassen festgesetzt. Krankengymnastik ist die mit Abstand meist verordnete Position in der Physiotherapie, von einer Verbesserung der Vergütung kann somit nicht die Rede sein.

Insbesondere in diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass jeder Praxisinhaber Preis und Leistung vor der Behandlung in einem Honorarvertrag mit Privatpatienten vereinbaren sollte. Den Praxisinhabern ist ein erhöhter Berechnungssatz vorbehalten. Die Festlegung von Höchstsätzen in der Bundesbeihilfeverordnung beinhaltet keine vollständige Kostendeckung für die Beihilfeberechtigten.

Ob die Änderung zur Bundesbeihilfeverordnung in dieser Form tatsächlich in Kraft tritt, bleib zum gegenwärtigen Zeitpunkt unklar. Der Pressesprecher des Bundesinnenministeriums wies daraufhin, dass der Bund eine entsprechende Anpassung vornehmen wird. (dad)

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://lv-ost.vdb-physiotherapieverband.de/?p=1344

Neue Preise der PBeaKK ab 01.01.2018

Noch kurz vor dem Jahreswechsel konnte man sich mit der Postbeamtenkrankenkasse auf neue Preise einigen. In 2 Stufen gibt es eine Erhöhung von rund 20 %. Sehr positiv ist der Ost-West-Angleich in der 2. Stufe.

Die erste Stufe greift bereits zum 01.01.2018. Hier gibt es eine durchschnittliche Steigerung um 4,9 %.

In der zweiten Stufe, ab 01.04.2018, findet dann nochmals eine Erhöhung um durchschnittlich 15 % statt.

Die aktuelle Vergütungsvereinbarung finden Sie im Mitgliederbereich.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://lv-ost.vdb-physiotherapieverband.de/?p=1324

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Bildergebnis für Bild Weihnachten

Wir wünschen all unseren Mitgliedern, Interessenten, Förderern, Unterstützer und Kollegen ein ruhiges und entspanntes Weihnachtsfest. Lassen Sie den Stress vor der Tür und genießen Sie ein paar schöne Tage im Kreise Ihrer Familie. Kommen Sie anschließend gut uns neue Jahr und treten mit neuer Kraft den anstehenden Herausforderungen entgegen.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://lv-ost.vdb-physiotherapieverband.de/?p=1320

Rundschreiben 7/2017 veröffentlicht

Bevor das Jahr sich dem Ende neigt, wurde das letzte Rundschreiben an alle Mitglieder versandt. Themen sind diesmal u.a.:

  • Informationen zu Verhandlungen mit den Krankenkassen
  • Abrechnungstipps zum Entlassmanagement
  • Ausfallgebühr bei nicht wahrgenommenen Terminen
  • Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter erhöht
  • neue Leistungen des VDB, LV Ost
  • etc.

Das komplette Rundschreiben mit all seinen Anhängen finden Sie im Mitgliederbereich.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://lv-ost.vdb-physiotherapieverband.de/?p=1316

VDEK-Preise ab 01.12.2017

Nach etlichen Verhandlungen gibt es am Ende des Jahres noch eine positive Nachricht für alle Heilmittelerbringer. Der VDEK hat rückwirkend zum 01.12.2017 die Preise angepasst. Die erste Stufe – mit einer Laufzeit bis 31.03.2018 – bringt eine strukturelle Erhöhung um 6,8 %. Es werden nicht alle Positionen angepasst, dafür erfolgt in der zweiten Stufe ab 01.04.2018 der Ost-West-Angleich. Hier werden dann die Preise nochmals um strukturell 16 % angepasst. Die Laufzeit des Vertrages geht bis zum 31.12.2019.

Die Vergütungsvereinbarung sowie die aktualisierte Zuzahlungsliste finden Sie im Mitgliederbereich.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://lv-ost.vdb-physiotherapieverband.de/?p=1314

Ältere Beiträge «

Mehr Einträge abrufen