Radebeuler VDB-Treffen

Die Planungen für unser nächstes Treffen sind abgeschlossen. Wir laden alle Mitglieder und die die es werden wollen, recht herzlich am 16.11.2018 nach Radebeul ein.

Auch in diesem Jahr bieten wir Ihnen einen vielfältigen Mix aus Vorträgen und Diskussionsrunden zu aktuellen Themen rund um die Physiotherapie.

Weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt „Über uns – Veranstaltungen/Termine“.

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Richtigstellung zum Rundschreiben 02 /2018 – Prüfung ICD-10 Code

Im Rundschreiben 02/2018 wurde von unserer Seite berichtet, dass eine Prüfpflicht hinsichtlich der Plausibilität und Korrektheit des ICD-10 Codes erforderlich ist.

Diese Aussage stimmt so nicht.
Laut Heilmittelrichtlinie §13 Abs. 2 gibt es keinen Hinweis auf den ICD-10 Code.

Nachfolgend der Auszug des relevanten Punktes aus der Heilmittelrichtlinie:

§ 13 Abs. 2 Punkt M: „die konkrete Diagnose mit Therapieziel(en) nach Maßgabe des jeweiligen Heilmittelkataloges, ergänzende Hinweise (z. B. Befunde, Vor- und Begleiterkrankungen). Für die Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie sowie für die Ergotherapie ist zudem die Leitsymptomatik, für die Ernährungstherapie ist die funktionelle/strukturelle Schädigung nach Maßgabe des Heilmittelkatalogs anzugeben. Die Therapieziele sind nur anzugeben, wenn sie sich nicht aus der Angabe der Diagnose und Leitsymptomatik bzw. der funktionellen/strukturellen Schädigung ergeben.“

Der ICD-Code kann die Klartextdiagnose ersetzen. In diesem Fall muss keine weitere Diagnose erfolgen.

Die Prüfpflicht beschränkt sich somit auf die Prüfung, ob eine Diagnose entweder in der Form eines ICD-Codes, einer Klartextdiagnose, oder beiden Angaben auf der Heilmittelverordnung vorhanden ist.

Eine weitere Prüfung des ICD-Codes auf seine Richtigkeit ist nach der aktuellen Heilmittelrichtlinie nicht erforderlich.

Ergeben sich Hinweise, dass der angegebene ICD-10 Code nicht existiert, oder von der tatsächlichen Erkrankung abweicht, empfehlen wir trotzdem, den verordnenden Arzt darüber zu informieren.

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Sonderrundschreiben: Gesprächsrunde der Heilmittelerbringer mit Gesundheitsminister Jens Spahn

„Dieses Gespräch wird Folgen haben…“

Konstruktives Gespräch zwischen Heilmittelerbringer und Gesundheitsminister Jens Spahn zur prekären Berufssituation

Berlin. 17 Verbandsvertreter der Heilmittelerbringer und vier Vertreter der Basis trafen sich zum Informationsaustausch mit Gesundheitsminister Jens Spahn im Gesundheitsministerium. Die Gesprächsrunde erfolgte auf Einladung des Gesundheitsministeriums und verlief zweieinhalb Stunden in konstruktiver Arbeitsatmosphäre. Der Minister kam schnell auf die öffentliche Unruhe im Berufsstand zu sprechen, die er selbst über Briefe, persönliche Kontakte und soziale Medien wahrgenommen habe. Spahn zeigte sich von Beginn an gut informiert und handlungsbereit. Das novellierte Heil- und Hilfsmittelverstärkungsgesetz habe zwar einige Verbesserungen gebracht, sagte Jens Spahn einleitend, doch wie es derzeit aussehe, sei die neue Gesetzgebung nicht ausreichend. Insbesondere in der Vergütung und im Wettbewerb der Heilmittelerbringer mit dem öffentlichen Dienst bestehe Nachholbedarf. „Wir brauchen zufriedene Therapeuten mit Freude am Beruf für zufriedene Patienten“, sagte der Minister und regte einen konstruktiven Austausch zu den Themen Vergütung, Blankoverordnung, Entbürokratisierung, Schulgeld und Berufsreform an.

Marcus Troidl, Bundesvorsitzender des VDB-Physiotherapieverbandes, sprach sich darauf für eine schnelle Umsetzung der Schulgeldfreiheit aus, insbesondere da die Schülerzahlen um 25 Prozent gesunken sind und er ein Sterben der Fachschulen befürchtet. Jens Spahn stellte im Verlauf des Gesprächs klar, dass er für die Schulgeldfreiheit die Unterstützung der Länder brauche. Für akademisierte Physiotherapeuten setzte sich Marcus Troidl auf den Gebieten der Lehre und Forschung ein. Jens Spahn sprach sich in diesem Zusammenhang ebenfalls für eine Teilakademisierung aus. Eine Vollakademisierung werde es mit ihm nicht geben. „Da müssen sie auf den nächsten Minister warten“, so Spahn.

In der Frage des Direktzugangs warf der Minister Bedenken wegen der Mengensteuerung ein. Die Zertifikate thematisierte Spahn, indem er die Frage stellte, ob die Zertifikate nicht in die Ausbildung integriert werden könnten. Das wolle er prüfen. Marcus Troidl vom VDB-Physiotherapieverband warb unter anderem für eine Leistungsbeschreibung Krankengymnastik in einer Unterteilung von 20, 40 und 60 Minuten und bot somit einen konstruktiven Vorschlag für eine echte Blankoverordnung mit dem Nebeneffekt der Entbürokratisierung. Auch an dieser Stelle sicherte der Minister Unterstützung zu, denn den Bürokratismus möchte er bekämpfen.

Abschließend versprach Jens Spahn es nicht bei einem einmaligen Treffen zu belassen und endete mit dem vielversprechenden Satz: „Dieses Gespräch wird Folgen haben…“.

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Rundschreiben 5/2018

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Somit wird es Zeit für ein neues Rundschreiben. Dieses finden Sie wie gewohnt im Mitgliederbereich. Folgende Themen sind uns diesmal wichtig:

  • Vergütungsverhandlung AOK Sachsen-Anhalt und IKK gesundplus
  • neue Preisliste DGUV
  • Informationen zum Entlassmanagement
  • So reagieren Sie als Therapeut, wenn der Patient Ihnen einen Fehler vorwirft
  • Informationen zum Radebeuler VDB-Treffen
  • und vieles weiteres mehr

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Sachsen-Anhalt: Einigung mit IKK gesund plus erfolgt

Nachdem Anfang des Monats in Sachsen-Anhalt der Schiedsspruch im Verfahren mit der AOK gefällt wurde, konnten sich die Berufsverbände heute mit der IKK gesund plus auf eine neue Gebührenvereinbarung verständigen. Die neue Vereinbarung sieht vor, dass die Preise rückwirkend – für alle Verordnungen mit Ausstellungsdatum ab dem 1. Juli 2018 – um ca. 32% erhöht werden. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2019.

Die beteiligten Berufsverbände IFK, VDB, VPT und PHYSIO-DEUTSCHLAND begrüßen, dass mit der IKK gesund plus nun auch mit der letzten Krankenkasse in Sachsen-Anhalt eine längst überfällige Anpassung der Vergütung vereinbart werden konnte. Die Berufsverbände sind sich einig, dass selbst diese Erhöhung von rund 32 % nur ein erster wichtiger Schritt ist, dem noch weitere Schritte folgen müssen. Es bleibt zu hoffen, dass die Verhandlungen im kommenden Jahr deutlich schneller erfolgreich abgeschlossen werden können  – wenngleich das diesjährige Verhalten der AOK und IKK leider Gegenteiliges befürchten lässt.

Am Ende langer und schwieriger Verhandlungen, steht mit der Einigung nun ein positives Ergebnis für Sachsen-Anhalt fest. Dies bestärkt die Verbände auch weiterhin, alle Register in den kommenden Verhandlungen zu ziehen.

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