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Richtigstellung zum Rundschreiben 02 /2018 – Prüfung ICD-10 Code

Im Rundschreiben 02/2018 wurde von unserer Seite berichtet, dass eine Prüfpflicht hinsichtlich der Plausibilität und Korrektheit des ICD-10 Codes erforderlich ist.

Diese Aussage stimmt so nicht.
Laut Heilmittelrichtlinie §13 Abs. 2 gibt es keinen Hinweis auf den ICD-10 Code.

Nachfolgend der Auszug des relevanten Punktes aus der Heilmittelrichtlinie:

§ 13 Abs. 2 Punkt M: „die konkrete Diagnose mit Therapieziel(en) nach Maßgabe des jeweiligen Heilmittelkataloges, ergänzende Hinweise (z. B. Befunde, Vor- und Begleiterkrankungen). Für die Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie sowie für die Ergotherapie ist zudem die Leitsymptomatik, für die Ernährungstherapie ist die funktionelle/strukturelle Schädigung nach Maßgabe des Heilmittelkatalogs anzugeben. Die Therapieziele sind nur anzugeben, wenn sie sich nicht aus der Angabe der Diagnose und Leitsymptomatik bzw. der funktionellen/strukturellen Schädigung ergeben.“

Der ICD-Code kann die Klartextdiagnose ersetzen. In diesem Fall muss keine weitere Diagnose erfolgen.

Die Prüfpflicht beschränkt sich somit auf die Prüfung, ob eine Diagnose entweder in der Form eines ICD-Codes, einer Klartextdiagnose, oder beiden Angaben auf der Heilmittelverordnung vorhanden ist.

Eine weitere Prüfung des ICD-Codes auf seine Richtigkeit ist nach der aktuellen Heilmittelrichtlinie nicht erforderlich.

Ergeben sich Hinweise, dass der angegebene ICD-10 Code nicht existiert, oder von der tatsächlichen Erkrankung abweicht, empfehlen wir trotzdem, den verordnenden Arzt darüber zu informieren.

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