Fortbildung

Informationen zu Pflichtfortbildung nach § 125 Abs. 2 SGB V

Bekanntlich hat der Gesetzgeber mit dem GKV-WSG zum 01.04.2007 eine Pflichtfortbildung für Heilmittelerbringer eingeführt.

Nach Verhandlungen auf Bundesebene ist eine Regelung als Anlage 4 zu den Bundesrahmenempfehlungen (§ 125 Abs. 1 SGB V) vereinbart worden, die die Pflichtfortbildung regeln soll. Es sind dort die Voraussetzungen für die Anerkennung von Pflichtfortbildungen vereinbart worden. Eine Positiv- oder Negativliste, in der anerkennungsfähige Fortbildungsveranstaltungen gelistet sind, gibt es nicht. Nach dem Text der Anlage 4 zu den Bundesrahmenempfehlungen ist entscheidend, ob die Fortbildungsmaßnahme die Qualität der Behandlung mit vereinbarten Heilmitteln, die Behandlungsergebnisse oder die Versorgungsabläufe in der Praxis fördern oder positiv beeinflussen kann. Das bedeutet, dass die Fortbildungsmaßnahme inhaltlich auf den jeweiligen Heilmittelbereich ausgerichtet sein muss. Ist dies der Fall, werden für die Teilnahme an einer Fortbildung Punkte vergeben. In 4 Jahren muss grundsätzlich eine Punktzahl von 60 erreicht werden.

In diesem Zusammenhang weisen wir auf den Rahmenvertrag vdek § 4 Abs. 9 und 10 hin. Hierin heißt es:

„Erfüllt der Zugelassene/fachliche Leiter die in § 4 i. V. mit Anlage 3 vereinbarte Fortbildungsverpflichtung nicht fristgerecht innerhalb des Betrachtungszeitraumes von 4 Jahren, so hat er diese unverzüglich nachzuholen. Ergibt sich bei der Überprüfung durch die LV, dass der Fortbildungsverpflichtete die Fortbildungspunkte für jeden abgeschlossenen Betrachtungszeitraum ab dem 01.01.2008 dennoch ganz oder teilweise nicht nachweisen kann, setzt ihm die LV eine Nachfrist von 12 Monaten. Die nachgeholten Fortbildungen werden nicht auf die laufende Fortbildungsverpflichtung angerechnet.

Vom Beginn der Frist an können die Ersatzkassen die Vergütung bis zum Monatsende der Vorlage des Nachweises über die erforderliche Fortbildung um pauschal 7,5 % des Rechnungsbetrages kürzen, nach einem halben Jahr verdoppelt sich dieser v.H.-Satz. Dieser gilt bei Wiederholungsfällen in der Heilmittelpraxis von Beginn an.“

Der aktuelle Betrachtungszeitraum für die Erbringung der Fortbildungen für alle Kassen beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2019. Ausgenommen hiervon ist die AOK Plus (01.10.2013 bis 31.09.2017) sowie die AOK Sachsen-Anhalt (01.04.2014 bis 31.03.2018).

Bei einer neuen Zulassung beginnt der Betrachtungszeitraum mit dem Datum der Zulassung und dann weiter für 4 Jahre.

Dies gilt für jeden zugelassenen Leistungsbereich bezogen auf den Zugelassenen oder Fachlichen Leiter!

Bitte denken Sie daran, dass die Fortbildung nicht nur absolviert, sondern auch nachgewiesen werden muss.

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